Glossar |
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AE (Astronomische Einheit)
1 AE entspricht der mittleren Entfernung von Erde und Sonne (ca. 149.5 Millionen km). In dieser Einheit werden
normalerweise Entfernungen im Sonnensystem gemessen.
�quator
Die Linie mit der geographischen Breite 0� wird als �quator bezeichnet. Projeziert man diese Linie auf den Himmel, so
ergibt sich der Himmels�quator mit 0� Deklination. Diese scheinbare Linie unterteilt den Himmel auf der Erde in den
n�rdlichen und den s�dlichen Sternenhimmel.
Aphel
Sonnenfernster Punkt einer Ellipsenbahn.
Apog�um
Erdfernster Punkt der Mondbahn.
Asteroid
Subplanetare Kleink�rper, meist aus festem Gestein oder Metall, mit Durchmessern von wenigen Zentimetern bis hin zu einigen
hundert Kilometern, welche zu Milliarden durch unser Sonnensystem fliegen. Die meisten Asteroiden konzentrieren sich
auf den Asteroideng�rtel zwischen Mars und Jupiter, sowie auf den Kuiperg�rtel (jenseits des Neptun).
Durch Zusammenst��e mit anderen Asteroiden oder durch Gravitationseffekte k�nnen Asteroiden aus ihren Bahnen in das innere
Sonnensystem abgelenkt werden.
Asteroiden, welche in der Erdatmosph�re vergl�hen, bezeichnet man als Sternschnuppen. Vergl�ht ein solcher K�rper nicht,
sondern schl�gt auf der Erde auf, so wird er als Meteorit bezeichnet.
Azimut
L�ngenangabe im Horizont/Azimut-Koordinatensystem der drehenden (!) Erde in Bezug auf den Beobachter.
Per Definition befindet sich 0� Azimut (astronomische Definition) in S�drichtung des Beobachters. Gez�hlt wird im
Uhrzeigersinn.
Daneben gibt es noch die mathematische Definition des Azimuts, in welchem sich 0� Azimut in Nordrichtung des Beobachters
befindet. Diese wird aber so gut wie nicht verwendet.
Ein Objekt welches gerade 0� Azimut hat, kulminiert gerade am Himmel, durchl�uft also gerade den h�chsten Punkt �ber
dem Horizont.
Auf der s�dlichen Hemisph�re sind die Angaben umgekehrt. Ein Objekt kulminiert in Nordrichtung bei 180� Azimut.
Bahnelemente
Insgesamt legen f�nf Parameter die r�umliche Lage der Bahn eines Objektes im Sonnensystem fest. Diese sind
Brauner Zwerg
Zwischenstufe zwischen einem Gasriesen und einem Zwergstern. Ein brauner Zwerg besitzt nicht gen�gend Masse, um in seinem
Inneren die Kernfusion zu z�nden. Allerdings ist er bereits so gro�, dass durch den enormen Druck in seinem Inneren
W�rmestrahlung frei wird.
Bisjetzt wurden noch keine braunen Zwerge nachgewiesen, da sie entsprechend ihrer Natur kaum beobachtbare Strahlung
emittieren.
Deklination
Breitenwinkel im �quatorialen Koordinatensystem. Dies entspricht der Projektion der geographischen Breitenwinkel auf
den Himmel.
Ekliptik
Dies bezeichnet die Ebene der Erdbahn. Die Sonne l�uft im Laufe eines Jahres auf der scheinbaren Ekliptik am Himmel
entlang.
Elongation
Winkelabstand eines Objektes von der Sonne.
Fr�hlingspunkt
Scheinbarer Punkt am Himmel, in welchem die Sonne am Fr�hlingsanfang steht. Hier beginnt auch die L�ngenz�hlung der
�quatorialen und ekliptalen Koordinatensysteme. Der Fr�hlingspunkt ist also derjenige Punkt am Himmel, in dem sich
die Erdbahnebene und die �quatorebene schneiden.
Galaxis
Anh�ufung von mehreren Hundertmillarden Sternen. Typische Galaxien besitzen einen Durchmesser von ca. 100,000
Lichtjahren und besitzen meist eine spiralartige Struktur, die sich um einen massereichen Mittelpunkt langsam dreht.
Die bekannteste Spiralgalaxis ist M 31 im Sternbild Andromeda (auch Andromeda-Nebel) in einer Entfernung von
ca. 2 Millionen Lichtjahren.
Galaxien-Haufen
Ansammlung mehrer Galaxien zu einem Verband. Die Galaxien im Universum sind nicht gleichm��ig im Raum verteilt, sondern
ballen sich zu Haufen zusammen. Ein Haufen kann dabei es vielen verschiedenen Galaxien bestehen bei einem Durchmesser von
mehreren Millionen Lichtjahren. Zwischen den einzelnen Galaxien-Haufen erstreckt sich �ber viele dutzend Millionen
Lichtjahre der leere Weltraum.
Unserere eigene Milchstra�e, die Andromeda-Galaxis sowie die Magellanschen Wolken geh�ren zur sog. lokalen Gruppe. Die
lokale Gruppe ist weiterhin in den sog. Virgo-Haufen integriert, eine Ansammlung von Galaxien im Umkreis von ca. 10
Millionen Lichtjahren.
Horizont
Virtuelle Linie am Himmel eines Beobachters auf der Erde, unterhalb dessen die Objekte verschwinden.
Hubble-Konstante
Siehe Rotverschiebung
Komet
Objekte des Sonnensystems, welche einen langen, meist auch mit blo�em Auge sichtbaren, leuchtenden Staubschweif hinter
sich her ziehen. Der Kern eines Kometen ist in der Regel einige dutzend Kilometer gro� und besteht meist aus Staub und
gefrorenen Gasen. Bei Ann�herung an die Sonne beginnt das Eis zu sublimieren, dabei werden Staub und Eis in den
Weltraum geschleudert. Der energiereiche Sonnenwind treibt den Staub von der Sonne weg und regt diesen zum Leuchten an.
Die meisten Kometen stammen wohl aus der Oortschen Wolke, besitzen extrem langgestreckte Bahnen (e ungef�hr 1) und
durchqueren unser Sonnensystem nur einmal (Hale-Bopp). Einige wenige Kometen durchlaufen das Sonnensystem auf regelm��igen
Ellipsenbahnen und kommen immer wieder zur�ck (Halley).
Konjunktion
Ein Objekt befindet sich in Konjunktion, wenn Objekt-Sonne-Erde in einer Linie stehen und das Objekt sich hinter der Sonne
befindet. Ein Objekt in Konjunktion ist somit nicht sichtbar, weil es am Taghimmel hinter der Sonne steht.
Bei Objekten deren Bahn zwischen Erde und Sonne verl�uft (Merkur, Venus) wird zus�tzlich noch zwischen oberer
(Objekt hinter der Sonne) und unterer Konjunktion (Objekt vor der Sonne) unterschieden.
Lichtjahr
Entfernung, die das Licht in einem Jahr zur�cklegt. Entspricht einer Entfernung von ca. 9.5 Billionen km oder ca. 63300 AE.
Lichtlaufzeit
Siehe auch Aberration
Mag
Mag (Magnitude) bezeichnet die Einheit der Helligkeit von Objekten. Es ist eine logarithmische Skala. Ein Unterschied
der Helligkeit zweier Objekte um 5 Gr��enklassen entspricht einer 100-fachen Helligkeit !
Anders ausgedr�ckt: W�chst die Gr��enklasse um 1 mag, so nimmt die Helligkeit um Faktor 2.51 (=100^0.2) ab.
Milchstra�e
Unsere eigene Galaxis. In dunkeln N�chten kann die Milchstra�e als schwach leuchtendes Band am Himmel beobachtet werden.
Nadir
Der Nadir ist der Gegenpunkt zum Zenit, also der tiefste Punkt eines Objektes am Himmel f�r einen Beobachter. Da dieser
Punkt in der Regel unterhalb des Horizontes liegt, ist der Nadir nicht sichtbar. Lediglich bei zirkumpolaren Objekten
durchlaufen diese den Nadir oberhalb des Horizontes.
Nemesis
Ein hypothetischer K�rper, welcher verantwortlich f�r den Aussto� von Kometen aus der Oortschen Wolke ist. Dieses Objekt
ist rein hypotetisch ! Bis jetzt konnte er noch nicht nachgewiesen werden. Der Theorie nach k�nnte es sich um einen
Riesenplaneten oder gar um einen Braunen Zwerg handeln der in einer Entfernung von einigen 10000 AE in oder in der N�he
der Oortschen Wolke um die Sonne kreist (Umlaufzeit mehrere Millionen Jahre). Zumindest befriedigt Nemesis einen m�glichen
Erkl�rungsversuch, warum alle parabelnahen Kometen meist aus der selben Richtung stammen.
Neutronenstern
Bei der Explosion eines sterbenden Sterns mit gen�gend gro�er Masse kann sich der Kern der Sonne unter seiner Schwerkraft
so weit zusammenziehen, dass Elektronen in den Atomkern hineingepresst werden. Das dabei verbleibende Kernfragment besteht
dabei nur noch aus aneinanderliegenden Neutronen. Neutronensterne sind nur wenige Duzend km gro�, besitzen aber eine
ungeheuer gro�e Dichte (mehrere Milliarden Tonnen pro Kubikcentimeter).
Neutronensterne werden oft auch als Pulsare bezeichnet, weil diese extrem schnell rotieren (Rotationsgeschwindigkeit
an Oberfl�che nahe Lichtgeschwindigkeit) und dabei ein extrem konstantes Signal aussenden.
Nutation
Eine der Pr�zession �berlagerte, �u�erst kleine Taumelbewegung der Erdachse. Die wahrscheinlichste Ursache sind wohl
Unregelm��igkeiten im Magmafluss des Erdmantels und Erdkerns.
Oortsche Wolke
Der Theorie nach ist dies der Herkunftsort f�r alle Kometen mit parabelnahen Bahnen. Die Oortsche Wolke soll demnach
in einer Entfernung von einigen 10000 AE liegen und aus Staub, Eis- und Gesteinsfragmenten bestehen, welche �berreste
der Entstehung unseres Sonnensystems sind. �hnlich den Asteroiden werden solche Fragmente durch Zusammenst��e oder
Gravitation in unser Sonnensystem abgelenkt, wo diese dann in Sonnenn�he als Kometen erscheinen.
Opposition
Ein Objekt befindet sich in Opposition, wenn Sonne-Erde-Objekt in einer Linie stehen und die Erde sich zwischen Objekt
und Sonne befindet. Das Objekt steht somit entgegengesetzt zur Sonne am Nachthimmel und ist dort besonders gut zu
beobachten.
Per Definition k�nnen Objekte auf Bahnen zwischen Sonne und Erde (Merkur, Venus) keine Oppositionsstellung einnehmen.
Parallaxe
�hnlich der Aberration bezeichnet dies einen Winkel, um dessen der wahre Ort eines Objektes von seinem mittleren
Ort verschoben zu sein scheint. Allerdings ist die Parallaxe nicht auf die Relativit�tstheorie zur�ckzuf�hren, sondern
einfach auf den Unterschied zwischen mittlerem und wahrem Beobachtungsort. Am wichtigsten ist die geozentrische
Parallaxe oder auch Horizontalparallaxe, welche den Unterschied zwischen einem geozentrischen
(im Erdmittelpunkt stehenden) und einem topozentrischen (auf der Erdoberfl�che stehenden) Beobachters angibt.
Daneben gibt es noch die stellare Parallaxe, welche sich ergibt, wenn ein Stern zu zwei (um 6 Monate auseinander
liegenden) Zeitpunkten beobachtet wird.
Perig�um
Erdn�chster Punkt der Mondbahn.
Perihel
Sonnenn�chster Bahnpunkt eines Objektes.
Phase
Aus dem Phasenwinkel berechnet sich die beleuchtete Fl�che eines Objektes.
Planet X
Gibt es hinter Pluto noch einen weiteren Planeten unseres Sonnensystems ? Die Existenz von Neptun wurde bereits vor seiner
visuellen Entdeckung aufgrund von Bahnst�rungen des Uranus postuliert. Theoretiker vermuten aufgrund von �hnlichen
Bahnst�rungen des Pluto, dass sich hinter der Plutobahn ein zehnter Planet befindet. Dieser konnte aber bisher noch nicht
gefunden werden.
Polarlichter
An den Polen ist das Erdmagnetfeld am schw�chsten. Der Sonnenwind wird hier kaum abgelenkt und kann sogar die Erdatmosph�re
ber�hren. Treffen energiereiche Partikel auf Molek�le der Erdatmosph�re, so werden diese ionisiert und beginnen zu
leuchten. Die St�rke der Polarlichter und deren Ausdehnung in Richtung �quator sind ein Ma� f�r die St�rke des Sonnenwindes
und damit auch der Sonnenaktivit�t.
Polarlichter am Nordpol werden auch als Corona borealis bezeichnet, S�dpolarlichter als Corona australis.
Ausserhalb der Erde wurden Polarlichter auf Jupiter beobachtet (starkes Magnetfeld).
Positionswinkel
Winkel, um den eine Achse gegen�ber einer ausgezeichneten Richtung gedreht ist, in der Regel gegen�ber dem Himmelsnordpol
oder der Zenit.
Pr�zession
Verschiebung des Himmelspols. Aufgrund der Rotation der Erde verschiebt sich die Richtung, in welche die Erdachse zeigt.
�hnlich einem rotierenden Kinderkreisels beschreibt die Erdachse einen Doppelkegel, entlang dessen sich die Erdachse
bewegt. F�r einen Umlauf entlang dieses Pr�zessionskreises ben�tigt die Erde etwa 24000 Jahre. Da somit sich auch
das �quatoriale Koordinatensystem st�ndig verschiebt, werden alle Winkel immer relativ zu einem Zeitpunkt (�quinoktium)
angegeben, auf den sich die Pr�zession bezieht. Das momentan gebr�uchliche Standard-�quinoktium wird mit J2000.0
bezeichnet. �ltere Angaben beziehen sich oft auf das �quinoktium B1950.0.
Pulsar
Siehe Neutronenstern.
Quasar
Sehr weit entfernte (Milliarden Lichtjahre) Objekte, extrem stark leuchtende und strahlende Objekte. Diese Objekte
strahlen Energien von der Gr��enordnung ganzer Galaxien aus. Es ist dabei noch unklar, ob es sich bei diesen Objekten
selbst um Galaxien, deren Kerne oder gar um eine v�llig eigenst�ndige Klasse von Objekten handelt.
Rektaszension
L�ngenwinkel im �quatorialen Koordinatensystem. Die Z�hlung beginnt am scheinbaren Fr�hlingspunkt.
Relativit�tstheorie
Von Albert Einstein entwickelte physikalische Theorie, die sich mit den Konsequenzen befasst, welche sich aus der
Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit, der �quivalenz von Gravitation und Beschleunigung sowie der �quivalenz von Energie
und Masse ergibt (Allgemeine und Spezielle Relativit�tstheorie).
Die Relativit�tstheorie gilt heutzutage aufgrund vieler best�tigender Experimente und empirischer Beobachtungen als
weitgehend gesichert, auch wenn einige Aussagen wohl nie hundertprozentig �berpr�ft werden k�nnen.
Roter Riese
Eine Sonne mit recht k�hler Oberfl�chentemperatur (ca. 3000 �C) aber einem Durchmesser von mehreren Duzend oder gar
Hunderten von Millionen km wird als roter Riese bezeichnet. Ein roter Riese entsteht dann, wenn in einer Sonne der
Hauptreihe der Wasserstoffvorrat zur Neige geht und die Verschmelzung von Heliumkernen beginnt. Aufgrund der
dabei h�heren Fusionstemperaturen w�chst der Kerndruck und der ganze Stern bl�ht sich auf.
Der bekannteste rote Riesenstern ist Beteigeuze im Sternbild Orion und besitzt einen Ausdehnung von ungef�hr der
Marsbahn !
Rotverschiebung
Je weiter ein Objekt von einem Beobachter entfernt ist, umso mehr erscheint uns sein abgestrahltes Licht in Richtung
Rot verschoben. Dieses Ph�nomen wurde von Edwin Hubble entdeckt. Aufgrund des Doppler-Effekts fliegen diese Objekte, je
nach Rotverschiebung, mit einer bestimmten Geschwindigkeit von uns weg. Das Verh�ltnis von Fluchtgeschwindigkeit und
Entfernung wird auch als Hubble-Konstante bezeichnet. Aufgrund der Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit ergibt
sich somit eine maximale Ausdehnung des f�r uns sichtbaren Universums (ca. 12 bis 15 Milliarden Lichtjahre).
Schwarzes Loch
Extremster Zustand eines Sterns nach seinem Tod. Explodiert ein sehr massereicher Stern, so kollabiert der Kern aufgrund
seiner Masse so weit, dass der thermische Gegendruck und die "H�rte" der Atomkerne der Schwerkraft nichts mehr
entgegensetzen k�nnen. Das Ergebnis ist ein Objekt, dessen Anziehung derart stark ist, dass sogar Licht von ihm verschluckt
wird.
Die Existenz von schwarzen L�chern gilt heutzutage durch indirekte Beobachtung als gesichert, auch wenn sie selbst nie
direkt nachgewiesen werden k�nnen. Einstein hat aufgrund seiner Relativit�tstheorie als Erster die m�gliche Existenz
von schwarzen L�chern postuliert.
Durch seine extremen Art setzt ein schwarzes Loch innerhalb des Ereignishorizontes (Grenze, ab der nichts mehr
entkommen kann) alle physikalischen Gesetze au�er Kraft. Das Loch selbst befindet sich au�erhalb der normalen
Raumzeit-Struktur.
M�glicherweise fungieren riesige schwarze L�cher als "Antriebsmotoren" f�r die Rotation der Galaxien.
Schwarzer Zwerg
Nicht leuchtendes, ausgegl�htes Kernfragment. Ensteht aus einem wei�en Zwerg, wenn dieser entg�ltig ausgebrannt ist.
Sonnenflecke
K�ltere Bereiche auf der Sonnenoberfl�che (Temperatur nur ca. 3000 Grad). Sonnenflecken stellen magnetische Pole auf der
Sonne dar und treten daher immer paarweise auf. Durch Verwirbelung der Magnetfelder und dessen Neuausrichtung kommt es
alle elf Jahre zu einem Maximum der Fleckenzahl. Die Anzahl der Sonnenflecken steht somit in direktem Zusammenhang
mit der Sonnenaktivit�t.
Sonnenwind
Energiereiche Partikel (Elektronen, Protonen usw.), welche st�ndig von der Sonne abgestrahlt werden. Der Sonnenwind
ist verantwortlich f�r das Entstehen von Polarlichtern und dem leuchtenden Schweif von Kometen. Die St�rke des Sonnenwindes
ist abh�ngig von der Sonnenaktivit�t.
Spektralklasse
Sternen ordnet man ja nach Oberfl�chentemperatur eine Spektralklasse zu. Die insgesamt sieben Hauptklassen lauten
O, B, A, F, G, K und M. Den hei�en, bl�ulich leuchteten Sternen ordnet man die Klassen O und B zu, gelb und orange
leuchtende Sterne mit mittleren Temperaturen die Klassen A, F und G, sowie den k�hlen, rot leuchtenden Sternen die Klassen
K und M. Unsere Sonne ist ein typischer Vertreter der G-Klasse.
Merksatz der Reihenfolge: Oh Be A Fine Girl Kiss Me.
Supernova
Tod eines Sterns. Innerhalb weniger Sekunden kollabiert der Kern einer Sonne unter seiner Schwerkraft, w�hrend die �u�eren
Bereiche in einer gewaltigen Explosion in den Weltraum geschleudert werden. Auf der Erde ist eine Supernova als kurzes
kr�ftiges Aufleuchten eines Sterns zu sehen, welches nach einigen Tagen v�llig verschwindet.
Die bekannteste Supernova ist M 1 (Krebs-Nebel) im Sternbild Stier. Der dazugeh�rige Stern ist vor knapp tausend Jahren
explodiert und wurde von damaligen Astronomen erstmals dokumentiert.
Wei�es Loch
Theoretisches Gegenst�ck zum schwarzen Loch. So wie ein schwarzes Loch s�mtliche Materie und Strahlung schluckt,
so schleudert ein wei�es Loch Materie und Strahlung in den Weltraum. Fr�her glaubte man, dass die heutigen Quasare
wei�e L�cher darstellen k�nnten. Weiterhin glaubte man, dass schwarze und wei�e L�cher miteinander verbunden sein
k�nnten.
Wei�er Riese
Sehr hell leuchtender, hei�er Riesenstern. Aufgrund der hohen Oberfl�chentemperatur (10000 - 20000 �C) sind diese
Sterne recht kurzlebig (im Bereich von Millionen Jahren).
Der bekannteste wei�e Riesenstern ist Rigel im Sternbild Orion.
Wei�er Zwerg
Schwach leuchtendes, aber noch relativ hei�es Kernfragment hoher Dichte, welcher unmittelbar nach einer Explosion eines
recht kleinen Sterns entsteht. Durchmesser im Bereich mehrerer Tausend km.
Zenit
Ein Objekt, welches seinen h�chsten Punkt �ber dem Horizont erreicht, steht im Zenit. Es durchl�uft also gerade seine
Kulmination.
Im lokalen Koordinatensystem bezeichnet der Zenit auch denjenigen Punkt am Himmel, der sich genau senkrecht �ber dem
Beobachter befindet (90� Horizont).
Zirkumpolar
Zirkumpolare Objekte gehen f�r einen Beobachter niemals unter. An den Polen sind alle Objekte zirkumpolar, w�hrend am
�quator keine Objekte zirkumpolar sind.